Kunststoffgranulatstrahlen
Sandstrahlen
Glasperlenstrahlen
Glasperlen finden in der Druckluftstrahltechnik hauptsächlich
dort Anwendung, wenn herkömmliche Strahlmittel zu aggressiv
sind. Um eine gleichmäßige, optisch ansprechende Oberfläche
mit geringer Rauhtiefe zu erzielen, sind Glasperlen das optimale
Strahlgut.
Hauptanwendung: Alufelgen, Edelstahl-
konstruktionen, Treppengeländer, Aluminium Bauteile
Korund ist mit das meistverwendete Strahlmittel und
ist in vielen Körnungen und Qualitäten erhältlich. So
gibt es z.B. den Edelkorund, der hauptsächlich zum
Strahlen von Edelstahl eingesetzt wird, da er keine
ferritischen Anteile enthält, die auf dem gestrahlten
Bauteil Flugrost (Fremdrost) hervorrufen könnten.
Hauptanwendung: Entrosten, Entzundern, Lackent-
fernung, etc. Jeweils abhängig von der Korngrösse.
Mit Kunststoffgranulaten wird vorwiegend dort ge-
strahlt, wo es zu keiner Oberflächenbeeinträchti-
gung kommen darf. Das Strahlen mit Kunststoff-
granulat ist nicht abrasiv. Das heißt: Rost wird nicht
entfernt. Der Vorteil: Dünne Bleche werden nicht
“wellig” weil die Masse der Körner wesentlich ge-
ringer ist als bei anderen Strahlmitteln, und weil
es keine Kerbwirkung hat.
Hauptanwendung: Autokarosserien, Formen
und Werkzeuge aus der Kunststoffindustrie
Trockeneisstrahlen
Trockeneisstrahlen ist das modernste Strahlverfahren. Hierbei
werden 3mm Trockeneispellets verstrahlt. Trockeneis hat nichts
mit Wassereis zu tun, es besteht aus reiner Kohlensäure und
hinterläst keinerlei Rückstände beim Strahlen. Kein Sand, kein
Wasser. Die Reinigungswirkung beruht hauptsächlich auf dem
thermischen Effekt: die -80°C kalten Pellets unterkühlen die zu
entfernenden Schichten so stark, dass sie verspröden und ab-
springen. Allerdings ist das Trockeneis relativ weich, Lackent-
fernung geht meist sehr langsam, Rost kann nicht entfernt
werden, umso besser funktioniert die Entfernung von klebrigen
oder zähen Schichten, z.B. Fett, Kleberreste Teer Bitumen etc.
Hauptanwendung: Unterbodenschutzentfernung an Oldtimern.
Wussten Sie
schon?
Meistens wird, wenn es um die
Entrostung von Stahl oder
Eisenteilen geht vom
Sandstrahlen gesprochen.
Weit gefehlt!
Mit normalen Quarzsand darf
schon lange nicht mehr gestrahlt
werden, da dieser extrem
Gesundheitsgefährdend ist.
Heutzutage wird je nach
Einsatzzweck mit Hochofen-
schlacke oder mit Aluminiumoxid
(Korund) gestrahlt. Korund ist
auch genau das Material, das
quasi auf jedem Schleifpapier zu
finden ist. Das Mineral, das dem
Schleifpapier seinen Namen gab,
spielt aber hier keine Rolle mehr:
Der Schmirgel.